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11.01.2008
Agrargenossenschaft Barnstädt repopuliert Sauenbestand Gesunde PIC-Genetik für eine erfolgreiche Ferkelproduktion "Wir haben vor drei Monaten beschlossen, unseren alten Schweinebestand mit rund 25.000 Tieren (Sauen, Ferkelaufzucht und Mast) komplett abzuschaffen", so der Vorsitzende der Agrargenossenschaft Barnstädt im Kreis Märkisch Querfurt in Sachsen-Anhalt, Ralf Hägele. Die Gründe lagen auf der Hand. "Es war einfach ein marktgerechtes Verhalten. die Preise für Futter waren auf dem Weltmarkt extrem gestiegen. So ist Sojaschrot um bis zu 40 Prozent teurer geworden, ebenso das Getreide", sagt der 52-jährige Landwirt. "Da konnten wir einfach nicht genügend Erlöse mit den Tieren erzielen. Obendrein wollten wir die Ställe, in denen zum Teil 40 Jahre ununterbrochen Tiere gestanden haben, fachgerecht sanieren, reinigen und desinfizieren. Mit den Jahren schaukeln sich unweigerlich auch Krankheiten hoch. Dem wollen wir künftig vorbeugen. Jetzt bauen wir den Bestand langsam wieder auf." Bis Ende 2007 wurde der Bestand in Esperstedt mit 2.000 Tieren aus dem PIC-Vermehrungsbetrieb Stresow im Jerichower Land (Sachsen-Anhalt) bestückt. Schrittweise werden auch die weiteren Ställe an den sieben Standorten der Genossenschaft, u. a. in Barnstädt, Nehmsdorf und Etzdorf, bestückt. In Obhausen werden die Ferkel aufgezogen, die dann mit 25 kg Lebendgewicht in die Mastställe der anderen Standorte wandern. 2006 wurde auch noch ein Stallgebäude von der Genossenschaft Bad Lauchstädt erworben, das jetzt ebenfalls der Mast dient. Bis September soll dann wieder die alte Bestandsgröße erreicht werden. Die Remontierung erfolgt nach der Erstbestückung im Closed-Herd-System, auch um das gesundheitliche Niveau abzusichern. Von mindestens 25 Ferkeln je Sau und Jahr gehen die Barnstädter zukünftig aus, "das ist für Sachsen-Anhalt ein guter Durchschnitt", betont der Vorsitzende. Und die Preise scheinen sich bis zum Herbst wieder leicht nach oben zu entwickeln, wie Prognosen von der richtungweisenden Agrarbörse in Hannover signalisieren. "Derzeit erlösen wir 1,30 € pro Kilogramm Schweinefleisch. In neun Monaten könnten es dann schon 1,60 bis 1,70 € pro Kilo sein", schätzt Hägele. Die Genossenschaft beschäftigt derzeit insgesamt rund 180 Mitarbeiter. Neben der traditionellen Milchproduktion und ihrer Schweinezucht baut sie auch auf insgesamt 6.000 ha Getreide, Futterpflanzen und Zuckerrüben an. Obendrein pflegt sie auf 1,5 ha den Weinbau. "Das ist für uns ein gesunder Mix", unterstreicht Hägele, der seit mittlerweile fast 20 Jahren der Genossenschaft vorsteht. |
PIC-Endstufeneber |