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25.10.2007
Häufig gestellte Fragen zu den neuen PIC-Hybridsauen

Frage:        Warum stellt die PIC ihre Hybridsauen-Produktpalette um?

Antwort:     Generell sollte ein Zuchtunternehmen, das letztlich nicht anders als ein Automobilunternehmen strukturiert ist und Produkte entwickelt, auch alle 8 - 10 Jahre ein neues Hybridsauen-Produkt in den Markt bringen. Die PIC als Marktführer hat weltweit ca. zehn Hybridsauen-Linien im langjährigen praktischen Einsatz, deren Eigenschaften teils hervorragend für den deutschen Markt geeignet sind.

Um den zukünftigen Herausforderungen des Marktes im Hinblick auf Fruchtbarkeit, Robustheit, Mastleistung und nicht zuletzt Wirtschaftlichkeit gerecht zu werden, bedarf es zunehmend kostenintensiver züchterischer Investitionen. PIC unterhält ein effizientes, umfangreiches, globales Zuchtprogramm, züchtet aber in Deutschland mit eigener Nukleus- und Vermehrungsstruktur nach wie vor speziell für den deutschen Markt. Seit 2003 wird moderne Markertechnologie für die bedeutendsten produktionstechnischen Merkmale Fruchtbarkeit und Robustheit routinemäßig genutzt. Im Sommer 2005 wurde ein Kreuzungszuchtprogramm, insbesondere unter Einbeziehung von Hybridsauen-Daten aus der Kundenstufe, das den Zuchtfortschritt nochmals um mehr als 20 % pro Jahr erhöhen wird, eingeführt. Die neuen Hybridsauen-Produkte verbinden somit globalen Zuchtfortschritt mit regionalen, sprich deutschen, Anforderungen.

Das bis dato erfolgreiche Flagschiff der PIC-Hybridsauen, die Camborough 23, vereinte die beiden Fruchtbarkeitslinien der PIC, Landrasse (L02) und Large White (L03), sowie eine weiße
Duroc-Linie (L08) für die Robustheit. Dabei waren Landrasse und Large White zu jeweils 25 % und die Duroc-Linie zu 50 % vertreten. Die schon 1994 eingeführte Camborough 23 zeichnet sich durch besondere Robustheit bei hoher Fruchtbarkeit aus. Der laufende Zuchtfortschritt, geänderte Produktionsbedingungen und gestiegene Managementqualitäten machten es notwendig, die genetische Zusammensetzung der PIC-Hybridsau anzupassen. So wird nach nunmehr 13 Jahren die Camborough 23 durch zwei modernere PIC-Hybridsauen-Linien abgelöst.

Ab Herbst 2007 werden die Camborough 25 und Camborough 29 die neue PIC-Hybridsauen-Generation repräsentieren.

 

Frage:        Was sind die Vorteile der neuen Hybridsauen-Produkte?

Antwort:     Kunden sollen von der Leistungsentwicklung gerade in den großen Zuchtlinien Large White und Landrasse stärker profitieren. PIC hat im Zuchtprogramm 12.000 Landrasse-Sauen und 65.000 Large White-Sauen verfügbar.

Der Überarbeitung der Genetik lagen folgende Überlegungen zugrunde: Der wirtschaftliche Erfolg der Ferkelerzeugung hängt vor allem von den abgesetzten und verkaufsfähigen Ferkeln ab, eine hohe Anzahl lebend geborener Ferkel ist somit erste Grundvoraussetzung. Seit mehreren Jahren betont das PIC-Zuchtprogramm darüber hinaus gleichzeitig sehr stark die Verbesserung der Ferkelüberlebensrate. Beide Anforderungen an lebend geborene und gleichzeitig abgesetzte Ferkel werden erfüllt durch einen hohen Anteil der Fruchtbarkeitslinien Landrasse und Large White (insgesamt 75 %) in den beiden neuen Produkten. Außerdem sind Robustheit und Langlebigkeit sowie ein korrektes Fundament für eine hohe Lebensleistung und somit hohe Gesamtwirtschaftlichkeit von entscheidender Bedeutung. Aus diesem Grund behält der robuste weiße Duroc einen Anteil von 25 %. Durch diese Linie werden zudem ein exzellentes Futteraufnahmevermögen und eine sehr gute Futterverwertung in die Sau gebracht, sodass auch hier weitere Vorteile durch eine Reduzierung der Futterkosten, gerade unter derzeitigen Rahmenbedingungen, erzielt werden können.

 

Frage:         Welche Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede bestehen zwischen den beiden neuen Sauenprodukten - Camborough 25 und Camborough 29?

Antwort:    Beide PIC-Hybridsauen zeichnen sich durch hohe Fruchtbarkeit, große Würfe mit robusten Ferkeln, gute Muttereigenschaften, hohe Aufzuchtlesitung, reinerbige Stressstabilität und guten Muskelfleischanteil der produzierten Mastschweine aus.

Alle PIC-Mutterlinien werden seit Jahren sehr stark auf Futteraufnahme und Futterverwertung selektiert. Dies macht sich zum einen positiv in der Lebensleistung und im Sauenfutterverbrauch bemerkbar, zum anderen profitieren unter derzeitigen und sicher auch zukünftigen Futterpreis-Rahmenbedingungen die Mastschweine von hohen Zunahmen und sehr guter Futterverwertung.

Vorrangiges Ziel war es, eine "(Landrasse x Large White)-Kreuzung mit Duroc-Genen" zu ent-wickeln. Die Camborough 25 steht mehr im Large White-/Edelschwein-, die Camborough 29 mehr im Landrasse-Typus. Bedingt ist dies dadurch, dass der Vater der Camborough 25 ein Large White-Eber ist, der Vater der Camborough 29 ein Landrasse-Eber. Die auf Großelternseite eingesetzte weiße Duroc-Linie enthält bei der Camborough 25 Landrasse-Gene, bei der Camborough 29 Large White-Gene, sodass man letztendlich bei beiden Sauen von einer modernen "(Landrasse x Large White)-Hybridsau mit klaren Duroc-Vorteilen" sprechen kann.

 

Frage:         Welche Sau ist die ideale für meinen Betrieb?

Antwort:      Diese Frage lässt sich wie auch in anderen größeren PIC-Märkten, in denen bis zu drei PIC-Produkte nebeneinander vertreten sind, nicht einfach pauschal beantworten. Generell ist von der Linienzusammensetzung her die Camborough 25 mehr die Allround-Sau und die Camborough 29 die spezialisierte Sau. Grundsätzlich bestechen beide Linien durch ihre hohe Fruchtbarkeit und Robustheit und somit hervorragende Gesamtwirtschaftlichkeit. PIC-Kunden, die von der
alten auf die neue Sauengeneration umstellen, sollten allein schon aus gesundheit-lichen/hygienischen Gründen ihren bisherigen Lieferbetrieb beibehalten. Mit Neukunden ist die spezielle betriebliche Situation unter anderem auch unter dem Gesichtspunkt vorhandener Lieferverfügbarkeit mit der PIC abzustimmen.

 

Frage:         Welche Auswirkungen hat die Umstellung der Sauengrundlage auf die produzierten Mastschweine?

Antwort:      Aufgrund des geringeren Duroc-Anteils in der PIC-Hybridsau und somit nur noch 12,5 % Duroc-Anteil in den Mastschweinen erwarten wir keinesfalls Nachteile, sondern ganz im Gegenteil eine positive Absicherung des Magerfleischanteils sowie weiterhin hervorragende Tageszunahmen und Futterverwertung. Somit werden mit den neuen PIC-Hybridsauen homogene und gesamtwirtschaftlich erfolgreiche Mastferkel mit guten Tageszunahmen, einer optimalen Futterverwertung sowie Fleischanteilen unter AutoFOM und FOM-Masken, wie sie der Markt verlangt, produziert. Nicht vergessen: 50 % des Mastschweins macht nach wie vor der Eber aus. Bei der individuellen Eberauswahl sollten Sie je nach Region, Betriebssystem, Fütterungssystem, Vermarkter, Maske etc. Wert auf Ausgewogenheit zwischen den Schlachtkörperwert-Merkmalen wie Magerfleischanteil und Fleischqualität und den Masterfolgsfaktoren Tageszunahmen und Futterverwertung legen.

 

Frage:         Wann werden die ersten neuen Sauen ausgeliefert?

Antwort:      Der Umstellung liegt ein konsequenter und sehr ehrgeiziger Plan zugrunde. Die Umstellung begann mit den Anpaarungen für die neuen Großelterntiere im November 2005, sodass im Februar 2006 die ersten Großeltern-Sauen geboren wurden. Ab Oktober 2006 begann die kontinuierliche Umstellung der Vermehrungsbetriebe auf die jeweils neuen Großelternsauen. In geringer Stückzahl können daher im September 2007 die ersten Tiere der neuen PIC-Hybridsauen-Generation ausgeliefert werden, und ab Mai 2008 werden alle Vermehrungsbetriebe ausschließlich Camborough 25 oder Camborough 29 an ihre Kunden liefern.



Camborough 25 - Fruchtbarkeit und Langlebigkeit für eine sichere Produktion

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Camborough 29 - Fruchtbarkeit und Wirtschaftlichkeit für höchste Ansprüche

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