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31.12.2005

Ausgezeichnete Ausbildung auf dem PIC-Nukleusbetrieb Podelzig


Franziska Pirsch schließt Ausbildung zur Landwirtin als Brandenburgs Beste ab

Franziska Pirsch ist von den drei Auszubildenden, die bisher auf Gut Klessin bzw. in der Sauenanlage Podelzig/Sachsendorf ihre Lehre absolviert haben, bereits die zweite, die als landesweit Beste ausgezeichnet wurde.

Schon mit 10 Jahren knüpfte Franziska erste Verbindungen zur Landwirtschaft. Sie half bei einem Bauern und durfte dafür dort ihr Pony unterstellen. Ein paar Jahre später kam ein Pferd hinzu, mit 16 machte sie den Traktorführerschein und half schon ein Jahr vor Beginn ihrer Lehre auf dem Landwirtschaftsbetrieb der Großmutter ihres Freundes in Neulewin. Geradezu logisch, dass sie dort auch ihre ersten beiden Lehrjahre absolvierte. Für das Dritte kam Franziska Pirsch dann nach Podelzig/Sachsendorf. Sie hätte wohl auch für das dritte Ausbildungsjahr in Neulewin bleiben können, aber der Bereich Tierhaltung wäre dann etwas zu kurz gekommen. Und zur Abschlussprüfung wollen die Prüfer ja alles wissen und nicht nur was zum Ackerbau, den Franziska nach den Jahren auf dem Betrieb Daue in Neulewin aus dem Effeff kannte. Den entsprechenden Wink hierzu gab es bei der Zwischenprüfung, hier bescheinigte man ihr in diesem Fachgebiet gerade mal genügende Leistungen. Bei Tiggemanns war sie da an der richtigen Adresse. Zunächst lernte sie bei Holger Zacher, dem Betriebsleiter für die Aufzucht in Podelzig, alles, was man über die Ferkel- und Jungsauenaufzucht wissen muss. Bei 4.500 Flatdeck- und 5.300 Aufzuchtplätzen gibt es hier genügend Schweine zu betreuen. Daran schloss sich die Ferkelproduktion in der Anlage Sachsendorf mit inzwischen 1.100 Sauen unter der Leitung von Remo Neuhäuser an. Hier gab's das volle Programm: Vom Belegen über Ferkel- und Sauenbetreuung im Abferkelstall, Impfen, Tätowieren und natürlich das Zucht- und Produktionssystem der PIC.
Die Kleine schlage sich ganz gut, ihr habe man nicht alles zweimal sagen müssen, meint Remo Neuhäuser zurückhaltend, aber große Worte macht hier eh keiner, so dass dies schon ein großes Lob für den zierlichen Blondschopf ist. Franzi, wie sie hier kurz und bündig gerufen wird, gehört dazu. Sie steht ihren Mann, genauso wie es ihr nichts ausgemacht hat, unter anfangs 25, am Ende 18 Landwirtschaftsschülern am Oberstufenzentrum das einzige Mädchen zu sein. Und das nächste Ziel hat sie auch schon fest im Visier: Wie ihr Freund will Franziska Pirsch die Meisterschule absolvieren.
Wir wünschen ihr weiterhin viel Erfolg auf dem beruflichen und privaten Lebensweg.
Wie hieß es doch in der Überschrift des ganzseitigen Artikels in der Bauernzeitung? Solche wie Franzi brauchen wir!, dann brauchen wir uns um qualifizierten Nachwuchs für die Landwirtschaft keine Sorgen machen. (BB)

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