
![]() Die klassische Variante eine Sauenherde zur remontieren, ist der Zukauf von Jungsauen zur Mastferkelproduktion. So kann der Sauenhalter stets mit Tieren arbeiten, die ein genetisch hohes Potenzial mit sich bringen, jedoch können hierbei Probleme bei der Eingliederung der Jungsauen in den bestehenden Bestand auftreten. Dabei sind es in der Regel nicht die Jungsauen selber, die die Gefahr der Krankheitseinschleppung erhöhen, denn die Zuchtunternehmen achten peinlich genau darauf, dass Gesundheitsstatus der Lieferbetriebe, feste Lieferbeziehungen und Transporthygiene eingehalten werden. Vielmehr ist der Kontakt der unbelasteten Jungsauen mit dem vorherrschenden Erregerspektrum der bestehenden Herde die Schwachstelle in dieser Art der Remontierung. Vorrangig aus diesem Gesundheitsaspekt kann die Eigenremontierung eine interessante Alternative sein, weil so durch die Minimierung des Tierverkehrs die Herdengesundheit stabilisiert bzw. verbessert werden kann. Die PIC bietet zwei generelle Varianten zur Eigenremontierung an: Mit eingeschränkter Tierzufuhr von Großelterntieren sowie gänzlich ohne Tierzufuhr nur über Zuchtsperma. Innerhalb dieser Varianten stehen verschiedene Möglichkeiten zur Wahl, die je nach Betriebsgröße und akzeptablem Organisationsaufwand betriebsindividuell ausgewählt werden können. Ziel aller Varianten ist es, unter Minimierung des hygienischen Risikos und insbesondere Stabilisierung des Herdengesundheitsstatus über Einsatz von genetisch hochwertigen PIC-Zuchtlinien und kontinuierlichem Transfer des Zuchtfortschrittes aus der PIC-Nukleusstufe in dem Eigenbestandsvermehrungsbetrieb eine größtmögliche Gesamtwirtschaftlichkeit in der Schweineproduktion zu realisieren. Jungsauen sind letztendlich "nur" die Verpackung von genetischem Zuchtfortschritt. PIC-Closed-Konzepte: Die Gesundheitsvorteile liegen auf der Hand PIC hat bereits frühzeitig erkannt, dass ein dauerhaft hoher Gesundheitsstatus in den Produktionsherden die Voraussetzung für hohe Leistungen und Produktionssicherheit darstellt. Angefangen mit der Gesunderhaltung der Nukleusbetriebe durch Anwendung von Hysterektomie, der Isowean®-Technologie, der künstlichen Besamung und schließlich der Tierbewegung nur in einer Richtung – vom Nukleus zum Vermehrer und letztlich zum Produzenten – bietet die PIC-Zuchtpyramide ein hohes Maß an Sicherheit und Gesundheitsprophylaxe. Die Methoden der Diagnostik und der Eliminierung von Krankheiten haben sich dank Anwendung neuer Erkenntnisse aus der Forschung immer wieder verbessern lassen. Von großer Bedeutung ist jedoch die Prävention von Krankheiten mit Hilfe von frühzeitig wirkenden krankheitsausschließenden Faktoren sowohl im genetischen als auch im produktionstechnischen Bereich.Das Closed-Herd-System der PIC schafft beste Voraussetzungen zur Gesundheitsprophylaxe durch Reduzierung der Tierzufuhr Die Tierzufuhr von außen stellt nach wie vor ein großes Gefahrenpotential für die dauerhaft stabile Gesundheit und Immunitätslage des Sauenbestandes dar. Die Ankömmlinge können während der Akklimatisierung in der Immunisierungsphase zu Erregerausscheidern werden und damit den Sauenbestand gesundheitlich destabilisieren. Je nach gewähltem Closed-Herd-Konzept kann die Tierzufuhr von außen durch eine Eigenremontierung der Produktionsherde auf den verbleibenden Nachersatz der Großelternherde beschränkt werden oder sogar gänzlich auf Null gefahren werden. Dieses bedingt eine Reduzierung der Tierzufuhr von 40 % der Sauenherde auf maximal 4 %. Die Anzahl notwendiger Tierlieferungen kann auf ein Minimum beschränkt werden und die Quarantäne kann ebenfalls deutlich kleiner bemessen sein bzw. im strikten Rein-Raus-Verfahren betrieben werden. Zudem lassen sich durch die Möglichkeit von altersgestaffelten Lieferungen die Anlieferungen weiter reduzieren. Die Aufzucht der Elterntiere im betriebseigenen Keimmilieu trägt dazu bei, dass unvorhergesehene Infektionswellen vermieden werden. PIC hat bereits frühzeitig erkannt, dass ein dauerhaft hoher Gesundheitsstatus in den Produktionsher-den die Voraussetzung für hohe Leistungen und Produktionssicherheit darstellt. Das Closed-Herd-System der PIC schafft beste Voraussetzungen zur Gesundheitsprophylaxe durch eine Reduzierung der Tierzufuhr von außen. Sicherheit durch ständiges Gesundheitsmonitoring
Alle PIC-Vermehrungs- und Aufzuchtbetriebe werden regelmäßig durch Hof- und Regionaltierärzte besucht und die Schweine auf bestimmte Krankheiten untersucht. Wirtschaftlichkeit sichernNur kostenorientierte Schweineproduzenten mit überlegenem Produktionsmanagement und einer hohen Produktionssicherheit werden dauerhaft wirtschaftliche Vorteile erzielen können. Hierzu bedarf es hoher gesundheitlicher Voraussetzungen im Betrieb und der Reduzierung leistungs- und produktionsbegrenzender Faktoren. Es gilt die Produktionsrisiken zu verringern, um letzlich die finanziellen Risiken in Zeiten stark schwankender Marktpreise kalkulierbarer und planbarer darzustellen. Die PIC hat sich seit ihrer Gründung immer wieder offen für neue Ansprüche und Entwicklungen des Marktes gezeigt. Hierfür steht das vorliegende Closed-Herd-Konzept beispielhaft. Wir wollen dem zunehmend individualisierten Kundenwunsch künftig noch besser gerecht werden, denn der Erfolg unserer Kunden ist unsere Verpflichtung. Es geht letztlich darum, ein Höchstmaß an Output – zumeist gemessen in Ferkeln pro Sau und Jahr, Deckungsbeitrag pro Sau oder pro Stallplatz oder einfach die Verzinsung des eingesetzten Kapitals – zu erreichen. Hierzu muss das genetische Potenzial möglichst vollkommen in der Produktionsstufe realisiert werden. Zeitliche Verzögerungen dürfen nicht von vornherein in Kauf genommen werden und Zugeständnisse bei der Realisierung möglicher Heterosiseffekte müssen ebenfalls auf ein Minimum begrenzt bleiben. Auf der anderen Seite sichert die PIC ein Höchstmaß an Flexibilität zu, um in einer sich immer schneller verändernden Produktions- und Verarbeitungsindustrie und vor dem Hintergrund dynamischen Verbraucherverhaltens schnell und konsequent in der Zucht- und Produktstrategie reagieren zu können. In einem Closed-Herd-System übernimmt der Kunde den Part der Vermehrung und erzeugt die Sauen (Elterntiere) zur Remontierung seiner Herde selbst. PIC Deutschland liefert kontinuierlich Reinzuchtsperma mit höchstem Gesundheitsstatus aus der Stufe des Genetischen Nukleus zur Remontierung der Urgroßeltern-/Großeltern-/Elterntier-Herde. PIC bietet darüber hinaus die Belieferung mit Endstufenebersperma aus derselben EU-anerkannten PIC-Besamungsstation mit gleichem Gesundheitsstatus an. Der Eigenbestandsvermehrungsbetrieb kann in die PICtraqTM Zuchtdatenbank aufgenommen und in die PIC-Global BLUP Zuchtwertschätzung integriert werden. PIC erstellt dann Zuchtwerte für die Urgroßelternstufe auf Basis der PIC-Global BLUP-Zuchtwertschätzung unter Einschluss aller PIC-Nukleusbetriebe weltweit bzw. weiterer PIC-Reinzuchtbetriebe, nach denen selektiert wird. Eigenremontierung als Möglichkeit zur Risikominimierung: Die PIC bietet interessierten Landwirten Konzepte zur Eigenremontierung an. Individuelle Konzepte angepasst an die jeweilige betriebliche Situation bieten die Möglichkeit die Tierzufuhr von außen auf ein Minimum zu reduzieren. Verschiedene Varianten der Genetik sind je nach betrieblichen Gegebenheiten möglich: Closed-Herd-System mit EINGESCHRÄNKTER Tierzufuhr Variante 1:
Variante 2:
Closed Herd - gesicherter Zuchtfortschritt bei gleichzeitig eingeschränkter oder ohne jegliche TierzufuhrClosed-Herd-System mit OHNE Tierzufuhr Variante 3 - klassisches Zuchtprogramm:
Variante 4 - Rotationszuchtprogramm:
Variante 4 - Wechselkreuzungsprogramm (Criss-Cross):
Variante 5 - Rotationszuchtprogramm als Urgroßeltern-Wechselkreuzung:
Variante 6 - Rotationszuchtprogramm mit drei Mutterlinien:
Closed-Herd - auch interessant für Erzeugergemeinschaften
Vorteile:
Neueste Zuchttechnologien frühzeitig anwenden
Umfangreicher Service im Rahmen der Closed-Herd-Betreuung
Weitere Informationenzum Download:
Sprechen Sie mit Ihrem PIC-Außendienstfachberater, er erarbeitet mit Ihnen gern ein Closed-Herd-Konzept individuell für Ihre Erfordernisse. Oder rufen Sie uns an! Telefon 0 46 21 / 5 43 –0 Fax 0 46 21 / 5 43 –36 |
PIC-Endstufen-Eber: PIC-Piétrain NN/NP/PP, PIC-Eber Chronos 337, PIC-Eber Vigor 380 |