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26.04.2006

Fortbildung brandenburgischer Landwirtschaftslehrer mit der PIC


Aus hygienischen Gründen darf auch der Eberverkaufsraum nur mit Einwegoveralls und Plastiküberschuhe betreten werden. Die Lehrer unterzogen sich dieser Prozedur mit viel Spaß.

Aus hygienischen Gründen darf auch der Eberverkaufsraum nur mit Einwegoveralls und Plastiküberschuhe betreten werden. Die Lehrer unterzogen sich dieser Prozedur mit viel Spaß.

Am 26.April 2006 trafen sich neun Landwirtschaftslehrer, die Land- und Tierwirte unterrichten, in Neuruppin zu einer Fortbildungsveranstaltung in Sachen Schweinezucht. Aus ganz Brandenburg reisten die Teilnehmer an, um sich über aktuelle Entwicklungen in Sachen Schweinezucht in Theorie und Praxis zu informieren. Vormittags berichteten Barbara Berger und Dr. Katrin Kirchner (PIC Deutschland GmbH) im Oberstufenzentrum Neuruppin über die praktische Arbeit des weltweit tätigen Zuchtunternehmens PIC. Hierbei lagen die Schwerpunkte bei den verschiedenen Mutter- und Vaterzuchtlinien, den Selektionskriterien und die Anwendung von DNA-Markertechnologie zur Zucht eines Fleischqualitätsebers. Besonders detailliert wurde auf die Interpretation von Teilzuchtwerten und deren Gewichtung bis hin zum Gesamtzuchtwert eingegangen. Auch der Ablauf der Spermagewinnung auf einer KB-Station – von der Absamung der Eber bis hin zur Abfüllung der Spermatube und Transport des Spermas zum Betrieb – sowie das PIC-Gesundheitsprogramm wurden vorgestellt.
Am Nachmittag fand der praktische Teil der Lehrerfortbildung auf dem Ebernukleusbetrieb in Wulkow statt. Auf diesem Piétrainzuchtbetrieb züchtet die PIC mit 330 Piétrainsauen reinerbige, fleischbetonte Endstufeneber, die als Natursprung- oder KB-Eber europaweit verkauft werden. Im Kör- und Verkaufsraum konnten die Lehrer sich einen Eindruck über zahlreiche Jungeber und auch einer Piétrainjungsauen-Gruppe, verschaffen. Anhand der vorgestellten Tiere übten sich die Landwirtschaftslehrer in der Tierbeurteilung und lernten auch Details aus dem Ablauf eines Ebertestes kennen. Selektion und direkte Muskeldickenmessung mit dem Ultraschall-Gerät Aloka wurden von Herrn Dieter Tramnitzke (Produktionsleiter Eberproduktion) erläutert. Eine gemeinsame Interpretation verschiedene Leistungsdaten und Einzelzuchtwerte der vorgestellten Eber rundeten den Fortbildungstag ab.
Die vielen interessierten Fragen der Landwirtschaftslehrer zeigten, dass das Interesse der Lehrer groß ist, sich ständig weiterzubilden und die praktische Arbeit eines Schweinezuchtunternehmens kennen zu lernen. Mit zahlreichem Informationsmaterial für die Schüler bestückt, können die Lehrer das Neuerlernte gleich im Unterricht anwenden.

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