Home Informationen Über uns Leistungen Ansprechpartner Kontakt/Impressum
Suche
 
22.01.2008
Zahlreiche Gäste bei den

Die PIG-Süd Vertriebs-GmbH veranstaltete am 8. und 9. Januar die traditionellen "PIG Süddeutschen Schweinetage". Zahlreiche Gäste aus Praxis und Beratung erschienen zu den vier Veranstaltungen in Eschental, Großheirath, Mirskofen und Seligweiler. Vielfältige Themen zum Markt und der Preisgestaltung, den neue Hybridsauenprodukten PIC 25 und PIC 29, Aktuelles zur Fütterung und Managementempfehlungen zum "Arbeiten mit System" sowie die aktuellsten Informationen über Circovirose und Impfmaßnahmen versprachen eine interessante Tagung.

Dr. Claus-Ulrich Honold von der Landesstelle für Landwirtschaftliche Marktkunde in Schwäbisch Gmünd berichtete über die regionale Marktsituation im Zusammenhang mit den europäischen und weltweiten Märkten. Danach leitete er über zu der baden-württembergischen Ferkelnotierung und erklärte die personelle Zusammensetzung des Notierungsgremiums sowie die wöchentliche Preisfindung. Zum Abschluss gab er noch einen Ausblick darüber, was zukünftig für Ferkel am Markt gefragt sind. Tenor seiner Aussage war, dass es die einheitliche und vor allem gesunde Großgruppe sein wird. Weiterhin stellte er fest: "Die Herausforderung für süddeutsche Ferkelerzeuger ist es, an dieser Entwicklung mit teilzunehmen. Neben größeren Verkaufspartien ist dafür eine konsequente Mästeranbindung notwendig."


Dr. Holger Looft, Zuchtleiter der PIC Deutschland GmbH

Dr. Holger Looft, Zuchtleiter der PIC Deutschland GmbH

Im folgenden Vortrag stellte Dr. Holger Looft die neuen Sauen- und Eberprodukte der PIC vor. Die beiden neuen Sauenlinien PIC 25 und PIC 29 zeichnen sich durch eine exzellente Wirtschaftlichkeit aus, die auf der hervorragenden Fruchtbarkeit sowie einer überragenden Robustheit beruht. Die Kunden werden von dem höheren Anteil der beiden Fruchtbarkeitslinien Landrasse und Large-White in den neuen Sauentypen profitieren. Dieser Anteil liegt in beiden Produkten bei 75%. Den Rest machen zwei unterschiedliche weiße Duroc-Linien aus. Zahlen aus Dänemark sowie aus Frankreich konnten eindrucksvoll die hohen Leistungserwartungen an die neuen Sauenprodukte bestätigen.
Der hohe Zuchtfortschritt vor allem in den wichtigsten PIC-Linien Landrasse und Large White sowie die innovativen Zuchtkonzepte wie z. B. die Marker gestützte BLUP-Selektion und das Kreuzungszuchtprogramm bringen Vertrauen in die positive Differenzierungsmöglichkeit gegenüber unseren Wettbewerbern.
Vor rund zwei Jahren begannen die Planungen zur Produktumstellung. Durch die konsequente und auch disziplinierte Umsetzung des Produktumstellungsplans werden bis Mai 2008 alle Vermehrer umgestellt und die PIC 23 durch die beiden neuen PIC-Hybridsauen PIC 25 und PIC 29 abgelöst sein.


Dr. Erhard Kornblum, Produktionskoordinator der PIC Deutschland GmbH

Dr. Erhard Kornblum, Produktionskoordinator der PIC Deutschland GmbH

Wie wichtig ein konsequentes Produktionsmanagement mit System ist, stellte Dr. Erhard Kornblum anhand eines einfachen Soll-Ist-Vergleichs am Beispiel der Belegungen pro Woche dar. Eine gute Faustzahl hierfür sind "6 Belegungen pro Woche bei 100 Bestandssauen". Grobe Abweichungen hiervon haben weitreichende Konsequenzen. Zum Beispiel wird das Wurfmanagement zunehmend erschwert und ein systematischer Wurfausgleich ist kaum noch möglich. Da hierdurch die Größe der Verkaufsgruppen stark schwanken, hat dies Einfluss auf die Ferkelvermarktung und kann zur Folge haben, dass z.B. Qualitäts- und Mengenzuschläge drastisch gekürzt werden und die Wirtschaftlichkeit der Ferkelerzeugung erheblich sinkt.

Als zweiten Richtwert diskutierte Dr. Kornblum den Futterverbrauch pro Sau, der durchschnittlich bei 2,9 kg pro Tag liegen soll. Aufgrund der guten Futterverwertung von PIC-Jungsauen dürfen sie in der Eingliederungsphase nur zwischen 30 und 35 MJ ME pro Tag bekommen. Andernfalls werden sie zu fett, Probleme sind dann vorprogrammiert. Bei Altsauen darf mit steigender Wurfnummer keine wesentliche Gewichtszunahme erfolgen. Je nach ihrem physiologischen Stadium soll das Gewicht um 200 bis 220 kg herum pendeln. Fette Sauen sind grundsätzlich abzulehnen. Eine hohe Laktationsleistung der Sauen wird nicht dadurch provoziert, dass die Sauen mit massiven Körperreserven, sprich fett, in den Abferkelstall kommen, sondern dass die Sauen in einer Kondition sind, die es ihnen ermöglicht, dass sie in der zweiten und dritten Säugewoche möglichst viel Futter aufnehmen. Die grundsätzlich schlankere Sau ist zu bevorzugen (Body Condition Score zwischen 2 und 3). Weiterhin darf die Steigerung der Futtermenge in der ersten Säugewoche nicht zu extrem ausfallen. Gegen Ende der ersten Säugewoche soll die maximale Futtermenge nicht über 5 bis 5,5 kg pro Tag liegen. Denn dann können in der zweiten und dritten Säugewoche die Futtermengen je nach Wurfgröße noch deutlich gesteigert.



Dr. Stefan von Rüden, Intervet Deutschland GmbH

Dr. Stefan von Rüden, Intervet Deutschland GmbH


Dr. Thomas Noé, Intervet Deutschland GmbH

Dr. Thomas Noé, Intervet Deutschland GmbH



Im Schlussreferat stellten Dr. Thomas Noé und Dr. Stefan von Rüden, Intervet Deutschland GmbH, die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Circoviren Problematik da und gaben eindrucksvolle praktische Empfehlungen zur Vorsorge und zu neuen Impfstrategien.



Meldungen...

nach oben zurück Druckansicht