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19.11.2007

Gut besuchte Vortragsveranstaltungen in Niedersachsen


Volle Veranstaltungsräume demonstrierten Mitte November, dass die ferkelerzeugenden Landwirte sowie Personen des Umfelds der Schweinebranche trotz - oder gerade aufgrund - der angespannten Marktsituation nicht in tiefste Depression verfallen, sondern die Gelegenheit nutzten sich umfassend über aktuelle Markthemen und insbesondere die neuen PIC-Hybridsauen-Produkte zu informieren.

Volle Veranstaltungsräume demonstrierten Mitte November, dass die ferkelerzeugenden Landwirte sowie Personen des Umfelds der Schweinebranche trotz - oder gerade aufgrund - der angespannten Marktsituation nicht in tiefste Depression verfallen, sondern die Gelegenheit nutzten sich umfassend über aktuelle Markthemen und insbesondere die neuen PIC-Hybridsauen-Produkte zu informieren.


Dr. Schweer, Direktor Landwirtschaft bei VION, stellte die Marktperspektiven der Wertschöpfungskette Schwein am Standort Deutschland dar.

Dr. Schweer, Direktor Landwirtschaft bei VION, stellte die Marktperspektiven der Wertschöpfungskette Schwein am Standort Deutschland dar.

Im Eröffnungsreferat stellte Dr. Schweer, Direktor Landwirtschaft bei VION, die Marktperspektiven der Wertschöpfungskette Schwein am Standort Deutschland dar. Als ehemaliger Geschäftsführer der Premiumfleisch AG zeichnete Dr. Schweer mit exzellenten Marktkenntnissen die Exportchancen der deutschen Fleischwirtschaft in Drittländer als zentrale Größe auf das Markgeschehen auf. Die Erwartungen und Ansprüche dieser Kunden an die jeweiligen Teilstücke haben aber auch bereits heute ihren Niederschlag z. B. in der Maskengestaltung gefunden. Es wird auf diesen Märkten nicht das extrem trockene Teilstück verlangt, sondern gerade auch Verarbeitungsware z. B. für die Wurstherstellung mit durchaus höheren Fettgehalten nachgefragt. Dieses Nachfrageverhalten hat in der letzten Maskenänderung der VION zum 01.01.2007 ihren Niederschlag gefunden.

Mit Blick auf die Genetik gab Dr. Schweer die Empfehlung, in Zukunft intensiver über Endstufeneber mit einem gegenüber den Piétrainherkünften deutlich höherem Wachstumspotential nachzudenken. Gewisse Nachteile im Muskelfleischanteil werden mit Blick auf eine möglichst hohe Gesamtwirtschaftlichkeit auf der Seite der produzierenden Landwirte eine eher zu vernachlässigende Bedeutung haben. Die PIC bietet mit ihren beiden Endstufenebern PIC-Eber 337 und PIC-Eber 380 echte Alternativen zum Piétraineber an.

Auf der Basis der Ergebnisse der Warenterminbörse wagte Dr. Schweer es sogar, eine Prognose für die Preisentwicklung auf dem Schlachtschweinemarkt zu geben. Trifft diese Prognose ein, müsste spätestens ab Mitte nächsten Jahres das Produzieren von Schweinen wieder Spaß machen. Es bleibt allerdings nur zu hoffen, dass von der prognostizierten positiven Entwicklung auf dem Schlachtschweinemarkt auch die Ferkelerzeuger profitieren können.


Dr. Holger Looft, Zuchtleiter der PIC Deutschland GmbH, stellte die neue Generation der PIC-Hybridsauen vor - fruchtbarer, robuster, wirtschaftlicher.

Dr. Holger Looft, Zuchtleiter der PIC Deutschland GmbH, stellte die neue Generation der PIC-Hybridsauen vor - fruchtbarer, robuster, wirtschaftlicher.

Im folgenden Vortrag gab Dr. Looft einen Überblick zu den aktuellen züchterischen "Highlights" bei der PIC. Konsequent nach dem Motto: Das Bessere ist des Guten Feind, wurden die Gründe für die Einführung der beiden neuen Sauenprodukte bei der PIC diskutiert. Die beiden neuen Produkte, die Camborough 25 und die Camborough 29, zeichnen sich durch eine exzellente Wirtschaftlichkeit aus, die auf der hervorragenden Fruchtbarkeit sowie einer überragenden Robustheit beruht. Die Kunden werden von dem höheren Landrasse- und Large-White-Anteil in den neuen Sauentypen profitieren. Dieser Anteil liegt in beiden Produkten bei 75 %. Den Rest machen zwei unterschiedliche weiße Duroc-Linien aus. Zahlen aus Dänemark sowie aus Frankreich konnten eindrucksvoll die hohen Leistungserwartungen an die neuen Sauenprodukte bestätigen. Der hohe Zuchtfortschritt in den auch für die PIC wichtigsten Linien Landrasse und Large White sowie die innovativen Zuchtkonzepte, wie z.B. die markergestüzte BLUP-Selektion oder das Kreuzungszuchtprogramm, bringen Vertrauen in die positive Differenzierungsmöglichkeit gegenüber unseren Wettbewerbern.

Vor rund zwei Jahren begannen die Planungen zur Produktumstellung. Durch die konsequente und auch disziplinierte Umsetzung des Produktumstellungsplans konnten bereits im Oktober 2007 die ersten neuen Sauen ausgeliefert worden. Im Mai 2008 werden alle PIC-Vermehrer umgestellt und die Camborough 23 durch die beiden neuen PIC-Hybridsauen Camborough 25 und Camborough 29 abgelöst sein.


Dr. Erhard Kornblum, PIC-Produktionskoordinator und Regionalleiter Nord, veranschaulichte die Bedeutung eines konsequenten Managements.

Dr. Erhard Kornblum, PIC-Produktionskoordinator und Regionalleiter Nord, veranschaulichte die Bedeutung eines konsequenten Managements.

Die Leistung auf den Betrieben ist das Ergebnis von Genetik und Umwelt. Hohe Leistungserwartungen sind nur mit einem systematischen Management erzielbar. Wie wichtig ein konsequentes Produktionsmanagement ist, stellte Dr. Erhard Kornblum, PIC-Produktionskoordinator und Regionalleiter Nord, anhand eines einfachen Soll-Ist-Vergleichs am Beispiel der Belegungen pro Woche dar. Abweichungen allein in diesem Parameter von der Faustzahl "6 Belegungen pro Woche und 100 Bestandssauen" (entsprechend angepasst für größere oder kleinere Sauenbestände oder bei Mehrwochenrhythmen) haben weit reichende Konsequenzen. Beginnend beim erschwerten Wurfmanagement, da ein systematischer Wurfausgleich kaum möglich ist und es schwierig wird, Gesäuge von Jungsauen mit mindestens zwölf Ferkeln zu besetzen, bis hin zur späteren Ferkelvermarktung, da die Verkaufsgruppengröße stark schwankt, sind die Folgen über einen langen Zeitraum spürbar und vermindern die Wirtschaftlichkeit der Ferkelerzeugung.

Als zweite Faustzahl gab Dr. Kornblum zu bedenken, dass der durchschnittliche Futterverbrauch pro Sau bei 2,9 kg pro Tag liegen soll. Aufgrund der guten Futterverwertung von PIC-Jungsauen dürfen sie in der Eingliederungsphase nur zwischen 30 und 35 MJ ME pro Tag bekommen. Andernfalls werden sie zu fett, Probleme sind dann vorprogrammiert. Bei Altsauen soll nicht mit steigender Wurfnummer eine weitere Gewichtsentwicklung erfolgen. Je nach ihrem physiologischen Stadium soll das Gewicht um 200 bis 220 kg herum pendeln. Fette Sauen sind grundsätzlich abzulehnen. Eine hohe Laktationsleistung der Sauen wird nicht dadurch provoziert, dass die Sauen mit massiven Körperreserven, also entsprechend fett, in den Abferkelstall kommen, sondern dass wir die Sauen in eine Situation bringen, dass sie in der zweiten und dritten Säugewoche möglichst viel Futter aufnehmen. Die grundsätzlich schlankere Sau ist zu bevorzugen (Body Condition Score zwischen 2 und 3), die thermoneutrale Region ist zu berücksichtigen. Weiterhin darf die Steigerung der Futtermenge in der ersten Säugewoche nicht zu massiv ausfallen. Gegen Ende der ersten Säugewoche soll die maximal Futtermenge nicht über 5 bis 5,5 kg pro Tag liegen. Dadurch bekommen wir die Chance, in der zweiten und dritten Säugewoche die Futtermengen je nach Wurfgröße noch deutlich steigern zu können.


Jürgen Jungermann, Geschäftsführer der VION Zucht- Nutzvieh GmbH, moderierte die Diskussion.

Jürgen Jungermann, Geschäftsführer der VION Zucht- Nutzvieh GmbH, moderierte die Diskussion.

Die intensiven Diskussionen jeweils am Ende der Vorträge zeigte, dass die PIC mit der Themenauswahl den richtigen "Riecher" hatte. Wir bedanken uns bei den mehreren hundert Gästen für ihre Teilnahme an den Veranstaltungen und hoffen, dass wir Sie nicht nur von der Leistungsfähigkeit der PIC-Produkte überzeugt haben, sondern dass Sie auch in der PIC den Technologieführer erkannt haben.



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