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Jetzt deutschlandweiter Top-Genetik-Test der PIC-Piétrain-KB-Eber Mittlerweile stehen deutschlandweit 255 reinerbige PIC-Piétraineber auf 14 verschiedenen KB-Stationen und die Nachfrage steigt laufend. Als zusätzlichen Service für eine sichere Schlachtschweineproduktion baut die PIC gemeinsam mit den KB-Stationen GFS Genossenschaft zur Förderung der Schwei-nehaltung eG, NOS Schweinebesamungs GmbH, SBN Schweinebesamung Nieder-sachsen GmbH, Schweinebesamungsstation Weser-Ems e. V. sowie den PIC-eigenen KB-Stationen für die Nachkommenprüfung der PIC-Piétrain-Endstufenebern im Feld weiter aus. Warum Nachkommenprüfung?
Die Auswahl der Eber für die KB-Stationen erfolgt aufgrund seines BLUP-Zuchtwertes sowie des äußeren Erscheinungsbildes. Der BLUP-Zuchtwert ist ein Schätzwert des Genotyps des Ebers. Dieser Zuchtwert beruht jedoch nur auf Informationen innerhalb der Piétrain-Reinzuchtpopulation, also die Eigenleistung des Ebers sowie die Leistungen der Eltern, Voll- und Halbgeschwister. Die Voraussage über die Leistungen der Nachkommen in der Mast und über die Ergebnisse am Schlachthof bleibt mit einer gewissen Ungenauigkeit behaftet. Ablauf der Nachkommenprüfung im Feld
Mit dem Sperma der Prüfeber werden mindestens 15 verschiedene Sauen belegt, damit eine Anzahl von 70 bis 150 Schlachtschweinen je Prüfeber am Schlachtband ankommt. Vor dem Versetzen der Ferkel erfolgt die Kennzeichnung der Ferkel mittels Tätowierung, Ohrmarken oder elektronischen Transpondern, so dass eine eindeutige Zuordnung des Ferkels zu den Eltern gesichert ist. Auch die detaillierte Er-fassung von Erbdefekten ist wichtig, um auffällige Eber gegebenenfalls sofort zu merzen. Mit ca. 25 - 30 kg startet die Phase der Mastprüfung, die einer praxisüblichen Mast mit ho-hen Tageszunahmen von etwa 800 g entspricht. Mit einem Alter von 180 bis 200 Tagen werden die Masttiere geschlachtet und nach AutoFOM- oder FOM klassifiziert. Die Schlachtinformationen werden anschließend in die PICtraqTM-Datenbank übertragen und mit den Informationen der Bele-gung und Würfe eindeutig verknüpft. Top-Genetik-Zuchtwertschätzung
Für die Berechnung des Gesamtzuchtwertes werden die einzelnen AutoFOM- oder FOM-Merkmale entsprechend der derzeitigen Bezahlung durch die Schlachthöfe ökonomisch gewichtet. Auch das Alter der Tiere am Schlachttag wird berücksichtigt und mit einer entsprechenden Gewichtung versehen, da auch die Mastdurchgänge pro Jahr einen bedeutenden Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit der Schweinemast haben. Nach Berechung der Zuchtwerte erfolgt eine entsprechende Rangierung der Eber nach ihren Zuchtwerten. Nach den bisherigen Erkenntnissen hat es sich als sinnvoll erwiesen, 25 bis 30 % der besten Prüftiere in die Top-Genetik-Klasse einzuordnen. Zusätzlicher Kreuzungszuchtwert
Das genetische Potential eines Piétain-Ebers wird mittels der Leistungen der Kreuzungs-nachkommen in der Mast sowie der Schlachtergebnisse geschätzt. Die reinen Naturalda-ten der AutoFOM- bzw. FOM-Klassifizierung sowie die Nettolebenstagszunahmen werden neben der Top-Genetik-Selektion der KB-Eber auch für die Berechnung des PIC-Kreuzungszuchtwertes genutzt. Für die Selektion der PIC-Piétrain-Sauen und -Eber in den Nukleus- und Vermehrungsbetrieben steht somit neben den Eigen- und Verwandtenleis-tungen ein weiteres Bewertungskriterium zur Verfügung. Dieser aus Daten von kommer-ziellen Mastbetrieben gewonnene Schätzwert verspricht eine noch höhere Sicherheit in der Einschätzung der Leistungserwartungen als allein durch Reinzuchtdaten. Durch An-wendung komplexer Zuchtwertschätz-Verfahren ist es der PIC möglich einen Piétrain-Eber zu züchten, der den Ansprüchen eines modernen Mastschweins gerecht wird. |
PIC-Endstufeneber |