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17.10.2008

L65-Aufbau im Ebervermehrungsbetrieb Wulkow

Alternative Eberprodukte sind in Deutschland auf dem Vormarsch. Futterverwertungsbetonte Eberprodukte mit hohen Zunahmen und guter Robustheit wie die Newcomer im deutschen Zuchtprogramm, die PIC-Eber Chronos337 und PIC-Eber Vigor380, erfreuen sich im Ebermarkt immer größerer Beliebtheit. Der Bestand auf den Besamungsstationen ist in den letzten Monaten mit inzwischen nahezu 90 Ebern deutlich gestiegen. Insbesondere der Wunsch der Mäster nach problemlosen Tieren mit den genannten positiven Attributen in der Mast hat die Entwicklung z. B. in der Weser-Ems Region beinahe über Nacht explosionsartig beschleunigt. Auch der Ferkelerzeuger profitiert von dieser Entwicklung. Ferkel dieser Eber sind deutlich vitaler und robuster, so dass auch mehr Ferkel abgesetzt werden können, die im Flatdeck schon ihr höheres Leistungspotential im Bereich Zunahme und Futterverwertung unter Beweis stellen.


Diese beiden Eberprodukte sind in der PIC-Eberfamilie schon seit längerem verfügbar, mussten also nicht erst entwickelt werden. Diese Vorteile hat sich PIC Deutschland zunutze gemacht und bislang die Eber erfolgreich importiert. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass die Importe mit relativ hohen Kosten belastet sind. Es ist daher geplant, die Eber mittelfristig in Deutschland zu produzieren. Derzeit wird im Ebervermehrungsbetrieb Wulkow neben der bestehenden PIC-PiétrainL68-Herde eine Linie 65 Herde aufgebaut, auf deren Basis sowohl der PIC-Eber Chronos337 als auch der PIC-Eber Vigor380 in Deutschland quasi vor Ort in einem hochgesunden PRRS- und, nach erfolgreicher Eradikation, nun auch EP-negativen Betrieb produziert werden können. Die ersten Eber aus dieser Produktion werden ca. Ende 2009 verfügbar sein.



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