Zucht: Aktuelle Projekte
30.04.2010
Versuch zur Fleischqualität und Rückverfolgbarkeit
Man schmeckt, was dahinter steckt
Der Eber ist die halbe Herde, so lautet eine alte Tierzüchterweisheit, die auch heute noch Gültigkeit hat. Also liegt der Gedanke nah, in einem Versuch den Einfluss verschiedener Eberlinien zu erfassen. VION hat gemeinsam mit dem Zuchtunternehmen PIC in Schleswig und dem Einzelhandelsunternehmen coop eG in Kiel eine Untersuchung zur Herkunfts- und Qualitätssicherung durchgeführt.
12.08.2005
PICmateTM – spezielle Computersofware zur Optimierung der Paarungsplanung

Seit April 2005 wird in der PIC-Piétrainzucht auf dem Nukleusbetrieb Wulkow mit dem Softwareprogramm PICmateTM ein neues züchterisches Instrument genutzt, das bereits 2004 auf den genetischen Nukleusbetrieben der PIC in den USA und in Kanada eingeführt wurde. PICmateTM kommt ursprünglich aus der Schaf- bzw. Fleischrinderzucht und wurde von der PIC an die Notwendigkeiten der modernen Schweinezucht angepasst.
08.04.2005
Neuer Kreuzungszuchtwert erhöht die Selektionsgenauigkeit

In den vergangenen Jahren basierten die BLUP-Zuchtwerte der PIC-Reinzuchttiere auf der Eigenleistungsprüfung und den Verwandtenleistungen (Vorfahren-, Geschwister- und Nachkommenprüfung). Obendrein wurden Markerinformationen (PICmarq®) in die Zuchtwertschätzung mit einbezogen, um eine Erhöhung der Genauigkeit des Zuchtwertes zu erreichen.
Seit Anfang 2005 wird für die PIC-Piétrain-Vater-Linie neben dem herkömmlichen Zuchtwert auch ein Kreuzungszuchtwert berechnet.
20.12.2004
Untersuchung zu Verhaltenseigenschaften

Seit Anfang 2004 werden in der Nukleus- und Vermehrungsstufe systematisch Verhaltensmerkmale erfasst. Folgende Merkmale werden benotet:
Rauscheverhalten, Gruppenverhalten, Verhalten der Sau gegenüber dem Personal, Verhalten der Sau gegenüber den eigenen Ferkeln, Mütterlichkeit und ob erdrückte Ferkel vorhanden sind.
Die jeweiligen Beurteilungen werden zusammen mit der Belege-, Abferkel- sowie Absetzinformation in die PictraqTM-Datenbank in Schleswig eingegeben. In der Datenbank sind ebenfalls die kompletten Verwandtschaftsinformationen der Tiere vorhanden, so dass auch Erblichkeitsgrade für die genannten Verhaltensmerkmale geschätzt werden können.
30.11.2004
Zuchtwerte für das Merkmal Hodenbruch

Erblich bedingte Anomalien, wie beispielsweise der Hodensackbruch beim Ferkel, stellen einen ökonomischen Schaden für die Produktion dar, weil diese Ferkel nicht in herkömmlicher Weise kastriert und vermarktet werden können. Entweder muss eine zeit- und kostenaufwendige Operation durchgeführt werden oder das Tier wird als „Spanferkel“ vermarktet. Werden Tiere mit einem Hodensackbruch versehentlich der Schlachtung zugeführt, so ist mit Preisabschlägen zu rechnen. Der mögliche wirtschaftliche Gewinn, der mit einem gesunden Mastschwein zu erzielen ist, wird nicht erreicht.
Der Vererbungsmodus des Erbdefektes Hodensackbruch ist bisher nicht eindeutig geklärt. Die Erblichkeiten schwanken in Abhängigkeit von der Linie zwischen 0,012 und 0,266.
In den PIC Nukleusbetrieben werden sämtliche Erbdefekte über alle Linien seit Jahren standardmäßig erfasst.
01.11.2004
ALOKA – Einsatz neuester Technologien zur Messung der Muskeldicke

In der Schweinezucht wird zur Ermittlung der Rückenspeckdicke seit Jahren üblicherweise die Ultraschall-Speckdickenmessung angewandt und in die Zuchtwertschätzung miteinbezogen. Auf den PIC-Ebervermehrungsbetrieben Wulkow und Süderdeich wird im Rahmen der Eigenleistungsprüfung jährlich bei ca. 4.500 PIC-Piétrain-Ebern und mehr als 1.200 PIC-Piétrain-Sauen mit dem High-Tech-Ultraschallgerätes „Aloka“ direkt die Muskeldicke erfasst, so daß gesicherte Zuchtwerte für das Merkmal Muskelfleischanteil geschätzt werden können.
27.07.2004
Top-Genetik-Prüfung der Eber für die KB-Station „Herringer Heide“

In der Nähe von Hamm werden die GFS Genossenschaft zur Förderung der Schweinehaltung eG und PIC Deutschland im Frühjahr 2005 die neue Eberstation „Herringer Heide“ fertig stellen. Neben etwa 70 Reinzuchtebern der Mutterlinien, welche die Nukleus-, Vermehrer- sowie Closed-Herd-Betriebe mit Sperma aus höchster Zuchtstufe versorgen, werden auch ca. 80 reine PIC-Piétraineber eingestallt.
03.02.2004
Untersuchungen zur Gesäugequalität

In einem speziellen Projekt werden seit Februar 2004 detaillierte Informationen zur Qualität der Gesäuge von Jung- und Altsauen in einem Nukleusbetrieb mit Reinzuchttieren der Linien Large White, Landrasse sowie der entsprechenden F1-Sau gesammelt. Hierbei wird die Gesäugequalität vor, kurz nach der Abferkelung, zum Absetzen sowie bei der Selektion beurteilt. Mittlerweile haben die ersten Sauen zum wiederholten Male abgeferkelt und sind erneut bewertet worden. In ersten Analysen konnte ein signifikanter Einfluss der Linie auf die Gesäugequalität festgestellt werden.
24.01.2004
Untersuchungen zu Verhaltensmerkmalen bei Sauen

Das Interesse an einer Sau, die sich durch ein mütterliches Verhalten auszeichnet und ihre Ferkel ohne fremde Hilfe aufzieht, ist groß.
Die PIC hat als erstes Zuchtunternehmen auf diese Nachfrage reagiert und erfasst seit Anfang 2004 Verhaltensmerkmale systematisch in der Nukleus- und Vermehrungsstufe.
28.08.2003
Entwicklung eines Fleischqualitäts-Ebers

Mit Zunahme der SB-Verpackungen beeinflussen die Fleischfarbe sowie auch Tropfsaftrückstände, als Merkmal für die Fleischqualität, das Kaufverhalten der Verbraucher. Aber auch die Schlachtindustrie ist interessiert an Schlachtschweinen, die über geringere Tropfsaftverluste verfügen und damit vor allem auch aus ökonomischen Gesichtspunkten interessant sind.