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31.12.2005
Neuanfang gewagt - und Leistungssteigerung gewonnen! Depopulierung – Repopulierung des Sauenbestandes von Helmut Peters, Gülzow in Mecklenburg-Vorpommern Die Anzahl der verkauften Ferkel je Sau und Jahr bestimmt die Wirtschaftlichkeit in der Ferkelerzeugung. Ein hoher Gesundheitsstatus und ein engagiertes Management sind dafür die wichtigsten Voraussetzungen. Letztendlich waren es gerade die gesundheitlichen Mängel (u. a. PRRS, APP, Dysenterie) seiner Zuchtsauen, die Ende 2003 bei Helmut Peters den Entschluss reifen ließen, den kranken Tierbestand zu schlachten und mit gesunden Jungsauen neu anzufangen. In enger Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt des Landkreises, dem Schweinegesundheitsdienst des Landes Mecklenburg-Vorpommern, der NFZ Zucht- und Nutzvieh und der PIC entstand im Januar 2004 ein Konzept, das den Erfolg garantieren und die finanzielle Belastung dieser Maßnahme in Grenzen halten sollte. Gründliche Vorbereitung sind das A und O
Als Grundvorrausetzung für einen erfolgreichen Neuanfang ist sicherlich die gründliche, in diesem Fall durch das Veterinäramt überwachte, Reinigung und Desinfektion der Anlage anzusehen. Als ebenso unerlässlich betrachteten es alle Beteiligten sicherzustellen, dass alle Jungsauen für die Neubestückung aus einem Lieferbetrieb mit höchstem Gesundheitsstatus (PRRS-frei, EP-negativ) geliefert werden konnten. Um den Produktionsausfall einzuschränken, sollten die Sauen bereits tragend wieder in Gülzow aufgestallt werden. Das erforderte, ein geeignetes Stallobjekt und eine personelle Lösung zu finden. Da neben Vater Helmut auch Sohn Daniel Peters im väterlichen Betrieb tätig ist, wurde im Familienrat beschlossen, dass der Vater den kranken Bestand auslaufen lässt, die Sanierung der Anlage durchführt und Daniel die Betreuung der neu aufzubauenden Herde übernimmt. Ein nicht gerade ideales, aber geeignetes Stallobjekt für die Aufstallung der Jungsauen bevor sie in die sanierte Anlage kommen, konnte im 40 km entfernten Klein Luckow gefunden werden. 400 Jungsauen in vier Monaten erfordern Managementgeschick
- besonders in punkto Hygiene! Am 17.Februar 2004 trafen die ersten 50 Camborough-Jungsauen aus dem Aufzuchtbetrieb Drahnsdorf in Klein Luckow ein, danach im 14tägigen Rhythmus jeweils 40 Tiere, bis Ende Juni 400 Jungsauen. Damit verteilten sich am Ende fast 200 ungedeckte Jungsauen auf die eine und 200 gedeckte Jungsauen auf die andere Großbucht. Hier die Übersicht zu behalten, erforderte höchste Aufmerksamkeit. Fruchtbarkeitsergebnisse, die den Erfolg der Maßnahme belegen
Trotz der erschwerten Bedingungen in der Vorbereitung wurden sehr gute Fruchtbarkeitsergebnisse erzielt. Von 279 bis 30.6. besamten Jungsauen rauschten gerade mal neun Tiere (3,2 %) einmal und davon drei Tiere (1,1 %) zweimal um. In den ersten drei Sauengruppen ferkelten 116 Sauen ab, dabei wurden 10,93 Ferkel/Wurf lebend geboren und 10,27 Ferkel/Wurf abgesetzt.
Dieser positive Trend setzt sich auch in den folgenden Gruppen fort. Auch die ersten Ergebnisse der Wiederbelegung zum zweiten Wurf liegen zeigen einen überdurchschnittlichen Belegeerfolg. Von 155 besamten Sauen wurden bisher 140 bei der Trächtigkeitsuntersuchung als positiv untersucht, was einer Abferkelrate von 90,3% entspricht. ![]() Helmut Peters und Daniel Peters mit Freundin Alle Beteiligten stellten nach Abschluss der Sanierungsmaßnahme übereinstimmend fest, dass durch den erfolgreichen Bestandsneuaufbau • durch den hohen Gesundheitsstatus, die hohe Leistungsbereitschaft der Sauen ausgenutzt wird • die Tierarztkosten deutlich gesenkt wurden und • bessere Verkaufserlöse und größere Sicherheit im Ferkelverkauf erzielt wird. Die Beherrschung der Kosten in der Ferkelerzeugung ist die Grundvoraussetzung für ein Überleben des Unternehmens. Es geht darum, gesunde Schweine zu produzieren, die dem Verbraucher die Fleischqualität garantieren, die er haben möchte. Dazu sind eine hohe Gesundheit und ein züchterisches Niveau, wie es die PIC-Camborough-Sau verkörpert, das geeignete Mittel. |
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