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06.09.2006
Niedersächsische Beratungsringe trafen sich zum Informationsaustausch bei der PIC in der Schleswig Zahlreiche Berater der Ringe Bad Bentheim, Cloppenburg, Freren, Friesoythe, Herzlake, Lingen-Emsbüren, Meppen und Sögel-Lorup nutzten den beginnenden Herbst mit einer Fortbildungsfahrt zur PIC nach Schleswig; begleitet wurden sie von den Vion-Fachberatern Hans Wessels, Hubert Abing, Ulrich Peschel sowie dem Vion-Vertriebsleiter Ralf Selker.
Nach einem kleinen Mittagsimbiss starteten die Berater in den theoretischen Teil mit Ausführungen über die PIC-Zuchtausrichtung in den Mutter- und Vaterlinien. Hier wurden die Liniengrößen, die Zuchtwertschätzung sowie die einzelnen Teilzuchtwerte vorgestellt. Es wurde deutlich gemacht, dass die PIC weiterhin ganz stark auf das Merkmal Fruchtbarkeit setzt, aber vor allem auch die Anzahl der Ferkelverluste während der Säugezeit in der Zuchtwertschätzung Berücksichtigung findet. Auch die Langlebigkeit einer Sau darf nicht außer Acht gelassen werden, betonte PIC-Zuchtleiter Dr. Holger Looft. Wichtig ist, dass die Gesamtwirtschaftlichkeit einer Sau betrachtet wird und nicht nur die Anzahl der lebend geborenen Ferkel pro Wurf. Auch auf die unterschiedlichsten Möglichkeiten der Eigenremontierung, das sogenannte Closed-Herd-Konzept, wurde eingegangen. Hier bietet die PIC von der reduzierten Tierzufuhr bis hin zum vollkommen geschlossenen System mit einer Genetikzufuhr, die lediglich über die Sperma-Tube erfolgt, betriebsindividuell abgestimmt sämtliche Möglichkeiten an, wie Frau Dr. Kirchner erläuterte. Nach einer Schleifahrt am Nachmittag bei schönstem Herbstwetter, trafen sich abends alle Berater sowie einige Vion- und PIC-Mitarbeiter zu einem zünftigen Abendessen und bei dem einen oder anderen Bier wurden die Themen der Schweinefachvorträge des Nachmittages gemeinsam diskutiert. Am folgenden Morgen reiste die gesamte Gruppe gen Nordsee zum Ebervermehrungsbetrieb Süderdeich. Hier wurden zahlreiche gekörte, reinrassige Piétrain-Eber vorgeführt und gemeinsam die Ansprüche, die an einen Endstufeneber gestellt werden, diskutiert. Die Berater fordern ein Mastschwein, welches sich durch wenig Verluste in der Mast auszeichnet. Überzeugend fanden sie das Testverfahren der PIC-Piétrain-Eber, welches durchgängig auf einem Vollspaltenboden abläuft. Besonders interessiert verfolgten die Berater die Vorführung des Aloka-Ultrallschallgerätes an zwei Beispielebern. Zuerst schätzten die Berater die Eber phänotypisch ein. Anschließend wurde durch Herrn Schulte Südhoff die Messung der Speck- und Muskeldicke durchgeführt. Beeindruckt waren alle von der bildgebenden Software des Aloka-Gerätes und der detaillierten Darstellung der einzelnen Speck- und Muskeldicke-Werte. Nach einem Mittagessen reisten die Berater wieder ins Emsland und alle waren sich einig, dass ein ständiger Erfahrungstausch zwischen Zucht und Praxis enorm wichtig ist, den beide Seiten lernen und profitieren voneinander und können die gewonnenen Informationen anschließend in die Verbesserung der Produkte oder Beratung umsetzten. |
PIC-Endstufeneber |