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29.09.2006
Tag der offenen Tür bei PIC-Vermehrer Thorsten Staben in Börzow: Neubau einer Jungsauenaufzuchtstalls PIC-Vermehrer Thorsten Staben aus Börzow hat eine neue Anlage mit rund 2.000 Plätzen für die Jungsauenaufzucht. Das Objekt wird im Rahmen eines Tages der offenen Tür am Freitag, 29. September ab 10 Uhr präsentiert.
Mit dem neuen Stall in Massivbauweise ist es Thorsten Staben gelungen, die Produktionskette auf der vom ihm bewirtschafteten Fläche zu schließen. Die auf der Fläche von 400 ha erzielte, jährliche Erntemenge an Weizen und Gerste beträgt etwa 2000 t. Diese verarbeitet und veredelt Thorsten Staben im heimischen Hofbetrieb über eine vollautomatische Mahl- und Mischanlage selbst zu Futter, das wiederum in den eigenen Sauen- und Mastställen verfüttert wird. Mit dem fünften Stall umfasst der landwirtschaftliche Betrieb als Vermehrungsbetrieb der PIC Deutschland GmbH mit 350 Sauen und 1.200 Aufzucht- und Mastplätzen nunmehr 2.000 zusätzliche Plätze. Bislang mussten die erzeugten Kastrate vermarktet werden, jetzt können alle Jungtiere zur Aufzucht und Mast im heimischen Börzow verbleiben. Baudetails Während mit der Beantragung der Baugenehmigung bereits vor vier Jahren begonnen wurde, überzeugte die Bauphase mit einer extrem kurzen Dauer von nur drei Monaten. Mit einer Seitenlänge von 77 m und einer Breite von 33,5 m wurde der Rohbau komplett vom team baucenter Eggebek erstellt. Von dort stammen auch sämtliche Materialien für den Innenausbau. Die 27 cm starken Außenwände sind mit einem durchschnittlichen K-Wert von 0,37 W/(m²K) wärmegedämmt. Den Grundriss des im Doppelkammstil errichteten Stalls hat Thorsten Staben selbst entworfen. Vom Zentralgang aus teilen sich links und rechts die Kämme zu den dreizehn Abteilen sowie dem Selektions- und Restabteil ab. Der komplette Sozialtrakt ist ebenfalls in den Stall integriert und entspricht mit Duschen und Umziehgelegenheit den hohen Anforderungen des PIC-Gesundheitsprogramms. Relativ innovativ in Norddeutschland ist das eingesetzte Lüftungssystem mit Wärmetauschfunktion, das nach dem Prinzip der Unterdrucklüftung mit einer Zentralabsaugung erfolgt. Im Boden-Binderbereich befinden sich neben einem zentralen Zuluftkanal zwei Abluftkanäle, die in der Stallmitte zusammengeführt werden. Dort sorgen zwei Wärmetauscher dafür, dass die Abluft, die immer mindestens 20° Celsius warm ist, die einfließende Zuluft erwärmt, ohne dass zusätzliche Stromkosten anfallen. Die Luftzufuhr erfolgt im Winter aus dem Dachraum, während die Sommerluftrate von der Außenwand her eingespeist wird. Die Dachneigung des aus zweiteiligen Nagelplattenbindern bestehenden Dachstuhls beträgt 15 Grad, der Dachüberstand 50 cm. Als Eindeckung wurde Wellplatte P6 verwendet. Für Tageslicht im Inneren des Stalls sorgen insgesamt 52 Dreh-Kipp-Fenster mit einer Verglasung WSG 1,1. Die wärmegedämmten Stallaußentüren haben Edelstahlzargen und Stalltürflügel. Sie sind außen mit einer Nut- und Federschalung verkleidet, innen mit einer Agro-Boardplatte. Alle Pfosten und Beschläge der Stalleinrichtung sind aus Edelstahl. Die eingesetzten Güllekanäle sind im Badewannensystem verlegt. In jedem Abteil befinden sich sechs Wannen mit jeweils einem Ablaufstutzen mit einem Durchmesser von 30 cm. Die Güllekanäle münden in die 25 m³ Nutzinhalt fassende Vorgrube. Als Güllelager dient ein 2.480 m³ fassender Betonhochbehälter. Gefüttert werden die Schweine über Quertröge, die über sechs Silos mit Flüssigfutter gespeist werden. Dieses System gilt als zuverlässige Art der Fütterung, die ebenfalls den Einsatz mehrerer Futtermittel zulässt. Funktionalität und Tiergesundheit an erster Stelle Ein schnelles Reinigen des Stalles ermöglicht die installierte Einweichanlage. Insgesamt wurde bei der kompletten Stallplanung größter Wert auf eine solide Gestaltung gelegt. So standen Stabilität, Funktionalität und Tiergesundheit an erster Stelle. Bei der Konzeption wurde ein Platzbedarf von 0,9m² pro Tier berücksichtigt. Bei der Installation von Lüftung und Heizung wurde besonderer Wert auf Energieeinsparungsmöglichkeiten und optimale Energieausnutzung gelegt. |
PIC-Endstufeneber |