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09.02.2010
Tierärzte diskutierten über Ebermast, MMA sowie Impf- und BehandlungsstrategienUnter der Regie der beteiligten Unternehmen Boehringer Ingelheim, Novartis, Vion Zucht- und Nutzvieh sowie der PIC Deutschland fanden in der ersten Februarwoche die diesjährigen Tierärzteveranstaltungen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen statt. Trotz zum Teil ausgesprochen widriger Wetter- und Straßenverhältnisse waren über 180 Tierärzte und Berater der Einladung nach Ascheberg-Davensberg, Wildeshausen oder Rosengarten bei Hamburg gefolgt. ![]() Zahlreiche Tierärzte und Berater hatten trotz widriger Witterungs- und Straßenverhältnisse den Weg zu den Veranstaltungsorten gefunden. Nach einer kleinen Stärkung eröffnete Ludger Thölking, PIC Deutschland, den fachlichen Teil mit einem detaillierten Einblick in die verschiedenen Leistungsprofile der differenzierten Ebergenetiken im Markt. Dabei wurde deutlich, dass nach wie vor dem zunahmebetonten Piétraineber die Vormachtstellung beim Endstufenebereinsatz zukommt. Gleichwohl sind Alternativen im Markt vorhanden, die möglicherweise auch bei wachsendem Ebermastanteil eine stärkere Bedeutung erlangen könnten.
Das anschließende Damenquartett eröffnete Dr. Marion Kixmöller von der Firma Novartis, indem sie sich intensiv mit der Bekämpfung belebter Krankheitsvektoren auseinandersetzte. Dabei galt ihr Hauptaugenmerk der Fliegenproblematik in den Schweineställen.
Dass dies gerade bei steigenden Wurfleistungen immer wichtiger wird, beleuchte Frau Dr. Gabriele Schagemann von Boehringer Ingelheim in ihrem Beitrag zu der richtigen Impfstrategie. Sehr anschaulich zeigte sie auf, dass sich viele Landwirte beim gewählten Impfzeitpunkt von pragmatischen Gründen wie „dann habe ich das Ferkel ohnehin in der Hand“ leiten lassen. Sicher, diese Beweggründe sind nachvollziehbar; dennoch gilt es, die notwendigen Impfungen möglichst effektiv und damit mit einer ansprechenden Immunantwort des Ferkels zu platzieren. Dieses erhält zudem eine weitere Bedeutung, wenn vermehrt Mischimpfungen den Markt dominieren.
Schließlich widmete sich Frau Dr. Kathrin Siebert, PIC Deutschland, der sensiblen Thematik serologischer Störfaktoren und deren Konsequenzen im PIC-Monitoringprogramm. Wie anfällig das System werden kann, wenn KB-Stationen oder Vermehrungsbetriebe durch falsch-positive Proben außer Gefecht gesetzt werden, beleuchtete sie anhand verschiedener Fallbeispiele. Gleichwohl ließ sie jedoch keinen Zweifel aufkommen, dass falsch-positive Befunde ein Ärgernis sind und immense Kosten verursachen, jedoch niemals Anreiz sein dürfen, die Untersuchungsdichte zu reduzieren.
Nach dem fachlichen Teil traf man sich anschließend am Büffet und beim Bier, wo noch die eine oder andere Schweine- und Wetterkapriole zum Besten gegeben wurde ... |
PIC-Endstufen-Eber: PIC-Piétrain NN/NP/PP, PIC-Eber Chronos 337, PIC-Eber Vigor 380 |