Ratgeber


Informationen rund um’s Reproduktions-Management

Fünf praktische Tipps zur Verbesserung der Abferkelrate

Die Abferkelrate ist einer der wichtigsten Faktoren für gute Leistung und hohe Effizienz einer Sauenherde, sagt Christiane Tülp, Technical Services PIC. Sie betont, dass fünf Bereiche von entscheidender Bedeutung für das Erreichen guter Abferkelraten sind: Rauscheerkennung, Belegung, Spermalagerung, Fütterung und Körperkondition und nicht zuletzt Belegung bzw. Wiederbelegung nur der geeigneten Sauen.

Jede Belegung zählt

Für hohe Abferkelraten zählt mehr als richtiges Besamen und korrekte Spermalagerung
Sinkt die Abferkelrate oder ist zumindest nicht optimal, so ist meist unser erster Impuls, die Ursache beim Besamer oder bei der Spermaqualität zu suchen. Es sind jedoch mehr Faktoren als diese beiden, die die Abferkelrate beeinflussen, und oft zeigen uns die Daten eine andere Ursache auf.

Die PIC-Experten haben eine sehr differenzierte Datenanalyse vorgenommen, um Trends zu untersuchen und alle Faktoren, die die Abferkelrate beeinflussen, zu identifizieren. Darüber hinaus wollen sie verstehen, wie diese sich gegenseitig beeinflussen mit dem Ziel, Verbesserungsmöglichkeiten zu finden, um möglichst jede Belegung zu einer erfolgreichen zu machen.

Mit dem optimalen Erstbelegezeitpunkt die Leistungen steigern

Zielgrößen für hohe Lebensleistung und lange Nutzungsdauer

Mit dem kontinuierlichen Zuchtfortschritt geht auch eine Veränderung der Zielgrößen für den optimalen Zeitpunkt zur Erstbelegung einher. Mit der Erstbelegung zum richtigen Zeitpunkt bestimmen Sie nicht nur den Erfolg im ersten Wurf, sondern setzen bereits die Weichen für die Folgewürfe und maximale Lebensleistung. PIC definiert den optimalen Zeitpunkt anhand von vier Kriterien:

  • Alter bei Pubertätsbeginn (Geschlechtsreife)
  • Alter bei erster Belegung
  • Körpergewicht bei erster Belegung
  • Anzahl Östrus (Rauschen) bei erster Belegung

Für jedes dieser Kriterien gelten spezifische Grenzen. Entscheidend ist, dass die Idealbereiche aller vier Kriterien erreicht werden, um Kosteneffizienz, Langlebigkeit und Nutzungsdauer zu optimieren. Jedes Kriterium ist gleich wichtig. Untersuchungen zeigen, dass das Erreichen von lediglich zwei oder drei der vier Ziele nicht die gleichen positiven Ergebnisse hat, wie das Erreichen aller vier Idealbereiche.

Jungsauen-Selektionsrate – Eine Betrachtung der Wirtschaftlichkeit

Leistungsverbesserungen rechtfertigen die Erhöhung des Selektionsdrucks
Ein höherer Selektionsdruck bei der Jungsauenauswahl führt zu höherer Verbleiberate, höherer Lebensleistung, höheren Abferkelraten und größeren Würfen. Im Allgemeinen herrscht oft Unsicherheit darüber, inwiefern die entstehenden zusätzlichen Kosten durch diese Leistungsverbesserungen wettgemacht werden bzw. auch zu einer verbesserten Gesamtwirtschaftlichkeit führen. Infolgedessen stehen Eigenremontier einer Erhöhung des Selektionsdrucks oft skeptisch gegenüber.

PIC hat eine ROI-Analyse (Return-on-Investment) zur Erhöhung des Selektionsdrucks bei der Jungsauenauswahl durchgeführt, um zu ermitteln, welche Leistungsverbesserungen erzielt werden müssen, um eine positive Rendite zu erreichen. Dabei haben wir sowohl die resultierenden höheren Kosten als auch die Veränderungen in der Gesamtleistung des Sauenbestandes bewertet.

Intensives Jungsauenmanagement die Basis für eine optimale Herdenleistung

Ihre Jungsauen, egal, ob zugekauft oder selbst nachgezogen, sind eine der wichtigsten Grundlagen für eine langfristig erfolgreiche Produktivität. Zum einen gilt es, qualitativ hochwertige Jungsauen nachzustallen. Zum anderen nehmen Sie mit einem professionellen Management entscheidenden Einfluss auf den nachhaltigen Erfolg.

Optimierung der Fruchtbarkeitsergebnisse – 95% Abferkelrate sind das Ziel

In der Regel verbinden wir mit dem Begriff „Fruchtbarkeitsleistung“ in erster Linie die Wurfgröße. Denn letztendlich sind es Ferkel bzw. Mastschweine, die ein Schweinehalter vermarktet. Doch welche Parameter spielen noch eine Rolle, dass Sie möglichst viele Ferkel je Sau und Jahr verkaufen können? Umrauscher bzw. Abferkelrate haben einen erheblichen Einfluss auf den Erfolg. Finanziell betrachtet, verursacht eine umrauschende Sau zusätzlich nahezu dieselben Kosten wie ein Ferkel weniger lebend geboren. Dieser Artikel zeigt einige Management-Strategien auf, die zu einer Verbesserung der Abferkelrate beitragen können.

Gilt & Sow Management Manual

PIC’s Managementempfehlunge für Jungsauen & Sauen im englischen Original